Ein Assessment Center besitzt konvergente Validität, wenn in verschiedenen Übungen die beobachteten Werte für ein und dieselbe psychologische Dimension erhoben werden und diese Werte in einem engen Zusammenhang miteinander stehen, d.h. hoch miteinander korrelieren.
Untersuchungen aus den 80er Jahren (u.a. Sackett, P.R. & Dreher, G.F. (1982). Constructs and assessment center dimensions: Some troubling empirical findings. Journal of Applied Psychology, 67 (4), 401-410.) zeigen, dass die konvergente Validität des Assessment Centers meist sehr gering ist.
Die Beobachter eines Assessment Centers bewerten die Leistung des Kandidaten in einer Übung generell als gut oder schlecht, differenzieren ihr Urteil aber nicht besonders deutlich nach Dimensionen. Unsere Antwort: Betreffende Assessment Center sind oft schlecht konstruiert. Durch die Gestaltung der Beobachtungsbögen und eine gute Moderation lässt sich die Wahrnehmung dimensionaler Unterschiede sehr wohl erhöhen.