Ein großer Automotive-Konzern stand vor der Aufgabe, ein Angebot für einen mittelständischen Zulieferer mit Werken in Deutschland und Polen abzugeben. Ein Beurteilungsaspekt lag in der Qualität des Managements.
Innerhalb von nur drei Tagen haben 19 Mitarbeiter des Top-Managements (GF, Werksleiter, wichtige Zentralbereiche) an einem Management-Appraisal teilgenommen. In den ausführlichen Interviews wurde hinterfragt, wie die Werke und Unternehmensbereiche aufgestellt waren; für die verschiedenen Werke wurden die Kennzahlen zur Produktivität und Qualität intensiv diskutiert. In der heiklen Phase des Management-Appraisals war die Professionalität und Ehrlichkeit des Prozesses und der Consultants wichtig. So war Teil der Vereinbarung auch ein persönliches Feedback innerhalb des Management-Appraisals an die Teilnehmer, das so nicht an den Auftraggeber weitergegeben wurde.
Das Ergebnis des Management-Appraisals war ein differenziertes Bild zu starken und schwachen Werken, starken und schwachen Abteilungen. Dies war eine wesentliche Aussage für die Kaufpreisfindung. Nach der Übernahme wusste der Konzern genau, auf welche positiven Manager des übernommenen Unternehmens man zählen konnte, wo eigene Leute notwendig waren und wo die größten Potenziale für Ergebnissteigerungen in den Werken lagen.