Ausgangssituation: Die Geschäftsleitung eines schnell wachsenden Unternehmens der IT-Branche mit ca. 800 Mitarbeitern hat eine Umstrukturierung entwickelt, um die Bedürfnisse des Marktes besser abbilden und die internen Prozesse beschleunigen zu können. Durch die Umstrukturierung ergab sich für viele Mitarbeiter eine Veränderung der Aufgaben und Arbeitsinhalte.
Ziel des Change Management Prozesses war die Erhöhung der Akzeptanz für die neue Struktur, die Qualifizierung der Führungskräfte für den Umgang mit Veränderungsprozessen und die Information aller Mitarbeiter über ihre neue Rolle. Für den Change Management Prozess stand ein Zeitfenster von sechs Wochen zur Verfügung, da dann ein neues Großprojekt bevorstand, das bereits in der neuen Struktur umgesetzt werden sollte.
Vier Workshops: Um diese Ziele zu erreichen wurden im Change Management Prozess insgesamt vier Workshops mit den jeweiligen Berichtsebenen durchgeführt. Inhalte der Workshops waren zum einen die Information über die neue Struktur, zum anderen aber auch Raum für Fragen und Anmerkungen, die Erarbeitung von Chancen und Risiken der neuen Struktur, ein theoretischer Input zu den typischen Phasen in Veränderungsprozessen sowie der Umgang mit Widerständen.
Jede Hierarchieebene benötigt eine andere Beteiligung: Während für die Mitarbeiter der „persönliche Change" (welche Veränderungen ergeben sich für mich?) im Vordergrund steht empfiehlt es sich im Change Management auf der Ebene der Bereichsleiter noch Gestaltungsspielraum zuzulassen, damit hier eine Identifikation mit der neuen Struktur stattfinden kann.
Vom „Zimmer des Schocks" in die Veränderung: Nach dem „4-Zimmer-Modell" durchläuft jeder Mitarbeiter in einem Veränderungsprozess verschiedene Phasen: Vom naiven Glück, zur Verdrängung, in das Zimmer des Schocks und erst dann ist Veränderung möglich. Durch die Kenntnis dieser Prozesse gelang es den Führungskräften angemessen mit Emotionen umzugehen und im Change Management Prozess Widerständen bei den Mitarbeitern erfolgreich zu begegnen.