AC-Qualität: Wissenschaftlich nachgewiesene Treiber für hohe Validität

29
Mrz

AC-Qualität: Wissenschaftlich nachgewiesene Treiber für hohe Validität

Einsatz von (mehreren) Interviews mit hohem Grad an Strukturierung:
Strukturierte Interviews sind die klare Nummer eins in der Prognose von Joberfolg und Potenzial. Nach der letzten Benchmarkstudie des AK AC hat der Intervieweinsatz im AC über die letzten Jahre kontinuierlich zugenommen und liegt aktuell bei 90%. Die Voraussetzung für die hohe Validität sind allerdings
strukturierte Interviews.

Einsatz von mehreren kognitiven Testverfahren und psychologischen Fragebögen:
Kognitive Testverfahren als AC-Bestandsteil sind die Nummer zwei, was die Treffsicherheit von Joberfolg betrifft: Fast in jedem Beruf ist es wichtig, Themen in ihrer Komplexität zu erfassen oder sich verbal differenziert auszudrücken.

Mehr als 10 Verfahrenselementen / Übungen:
Bei der ersten und einzigen deutschsprachigen Zusammenstellung von Validitäten aus einzelnen Unternehmen stellte sich heraus, dass die Verfahren am treffsichersten sind, die zehn und mehr Verfahrenselemente haben. Grundsätzlich gilt: Eher mehr und kürzere als weniger und lange Verfahrenselemente.

Mit erfahrenen Beobachtern und Training nach der Frame-of-Reference Methode:
Die Untersuchungen zeigen, dass alleine die Erläuterung der Übungen und Hinweise auf Halo- oder Überstrahleffekt keinen Effekt auf die Genauigkeit der Beobachtungen hat. Nur die Frame-of-Reference-Methode hat einen nachweisbaren Effekt auf die Beurteilungsqualität. Die Beobachter befassen sich hierbei mit Vergleichsbeispielen und deren erforderlichen Verhaltensmustern, die einer jeweiligen Beurteilungsstufe zugeordnet werden.

Möglichst viele Beobachter, die einen Kandidaten beurteilen:
Was sonst häufig nicht gilt, hier stimmt es: Viel hilft viel. In der Untersuchung wurde beginnend mit einem Beobachter experimentell die Zahl der Beobachter bis maximal zehn erhöht: Die Beurteilungsgenauigkeit steigt immer weiter an und der Einfluss des Subjektiven nimmt ab.

Beobachtungsbogen mit verhaltensverankerten Skalen (BARS):
In Beobachtungsbögen werden allgemeine Kompetenzbeschreibungen auf jede Verhaltenssimulation erläutert und übertragen. In der „Vierten Ebene“ werden je Verhaltensanker die einzelnen Beurteilungsstufen beschrieben.

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